Windows Server 2008 (R2) Standard Edition
In der Windows 2008 R2 Standard Edition dürfen 1+1 Instanzen genutzt werden. Das bedeutet, dass auf dem lizenzierten Server eine Instanz des Betriebssystems auf dem physikalischen Server installiert, und zusätzlich in einer virtuellen Maschine eine weitere Instanz des Betriebssystems in der Standard Edition ausgeführt werden darf. Dies ist jedoch nur zulässig, wenn in der physikalischen Instanz lediglich die Hardware-Virtualisierungssoftware, Hardware-Virtualisierungsdienste und Software zum Verwalten und Warten der Betriebssystemumgebungen ausgeführt werden (z.Bsp. SCVMM).
Quelle: Microsoft Partner Portal
Hieraus geht aber auch hervor, dass als Virtualisierungssoftware nicht zwingend ein Server 2008 / 2008 R2 mit Hyper-V Rolle genutzt werden muss. Es könnte auch ein Virtual Server, ESX, Xen Server usw. genutzt werden. Würde z.Bsp. ein ESX Host genutzt, dürfte nur eine Instanz vom Server 2008 Standard in einer VM installiert werden, da keine physikalische Instanz der BU (Betriebssystem Umgebung) eingesetzt werden würde. Würde aber z.Bsp. auf einem Windows Server 2008 Standard (R2) der VMWare Server installiert, und somit VM`S betrieben, dürfte eine BU Instanz auf dem physikalischen System, und eine virtuelle BU Instanz mit einer Server 2008 Standard (R2) installiert werden.
Dies galt übrigens analog auch schon bei Windows 2003 R2 Standard Edition und Windows 2008 Server Standard Edition.
Enterprise Edition
In der Windows 2008 R2 Enterprise Edition dürfen 1+4 Instanzen genutzt werden. Das bedeutet, dass auf dem lizenzierten Server eine Instanz des Betriebssystems auf dem physikalischen Server installiert, und zusätzlich in 4 virtuellen Maschinen jeweils eine weitere Instanz des Betriebssystems in der Enterprise Edition ausgeführt werden darf. Auch hier gilt wieder: Dies ist jedoch nur zulässig, wenn in der physikalischen Instanz lediglich die Hardware-Virtualisierungssoftware, Hardware-Virtualisierungsdienste und Software zum Verwalten und Warten der Betriebssystemumgebungen ausgeführt werden (z.Bsp. SCVMM), ansonsten dürfen nur 3 weitere virtuelle Instanzen der BU zusätzlich zur BU auf dem physikalischen Server installiert werden. In den 3 bzw. 4 virtuellen BU Instanzen MUSS die Server 2008 (R2) Enterprise Edition installiert werden, nur in einer der Instanzen darf wahlweise die Standard statt der Enterprise Edition genutzt werden! Das ist eine Änderung, die es vorher so nicht in den PURs geschrieben gewesen ist:
Hat der Kunde einen Vertrag, der ihm ein Downgraderecht einräumt (SA, CL, Open usw.), darf natürlich in den virtuellen Instanzen eine beliebige “niedrigere” Version der BU eingesetzt werden. Da die Formulierung von Microsoft in den aktuellen PUR (Link siehe Ende des Artikels) leider nicht sehr eindeutig sind, habe ich mir dies von der Partner Pre Sales Hotline noch einmal bestätigen lassen. Es ist also tatsächlich so wie ich es oben steht: In nur einer der 3 bzw. 4 virtuellen BU darf die Standard statt der Enterprise Installation durchgeführt werden (Kunden mit Downgraderecht sind entsprechend ausgenommen).
Aber auch bei der Enterprise Edition gilt das Gleiche wie in der Standard Version. Die eingesetzte Virtualisierungssoftware muss nicht der Microsoft Hyper-V sein, es kann sich auch um ein Dritthersteller Tool (wie es immer so schön heisst) handeln.
Auch diese Regelung gibt es bereits seit Windows 2003 R2 Enterprise Edition und auch Windows 2008 Server Enterprise Edition.
DateCenter Edition
folgt…
Für alle Edition gilt weiterhin folgendes:
Eine Lizenz MUSS IMMER an eine Hardware gebunden werden, und ist dann nur für die jeweilige Hardware gültig. Auch ist die Dauer der Bindung an eine Hardware in den PUR festgelegt, es sind nämlich mindestens 90 Tage! Sollen also zum Beispiel zwei Hosts in einem Failover Cluster mit Hyper-V Live Migration oder ESX VMotion eingesetzt werden, müssen JEDEM der beiden Hosts genügend Lizenzen zugeordnet worden sein, um im Problemfall alle virtuellen BU (Betriebssystem Umgebungen) betreiben zu können. Wenn also zum Beispiel auf jedem Host 4 Instanzen des Servers 2008 Enterprise Edition betrieben werden, um im Fehlerfall maximal 8 Instanzen auf einem Host laufen könnten, müssen an jede der beiden physikalischen Server jeweils 2 Enterprise Lizenzen (für insgesamt 8 virtuelle BU) gebunden werden!
Link zum Dokument im Partnerportal
Link zur aktuellen PUR von Microsoft
Schlagworte: BU, Datacenter Edition, Enterprise, Instanz, Lizenz, Server 2008 R2, Standard, VM